Über

Die Kurzform:

Marsha, 33, Köln, musikverrückter Single, Hetero und Cis

  

Hier die Version mit mehr Worten und ganzen Sätzen.

Schön, dass du da bist und mich ein kleines Stückchen begleitest. Die meisten Situationen über die ich hier schreibe sind tatsächlich so oder zumindest so ähnlich passiert. Alles im Leben ist schließlich Interpretationssache 😉

Aber lass uns von vorne anfangen.

Mein Name ist Marsha und ich liebe Musik. Manchmal auch Männer, auch wenn sich das mit der Liebe sehr kompliziert gestaltet – Vielleicht weiß ich nicht, was ich möchte. Läuft also nicht wirklich bei mir.

 

Die Liebe zur Musik wurde mir quasi in die Wiege gelegt, da meine Eltern bei der Namenswahl ebenfalls von der Musik, die sie lieben, beeinflusst wurden. Die Frau nach der ich benannt bin ist die Sängerin Marsha Hunt und die ist superschön. Ihre Stimme klingt toll und eventuell ist sie auch ein bisschen crazy. Und Fun Fact, sie war mal mit Mick Jagger zusammen, das ist echt schon heiß!

 

Ich find sie cool. Danke an Mama und Daddy für euren guten Musikgeschmack, der mich auf unterschiedlichen Levels sehr geprägt hat.

 

Geboren in den 80ern in Bielefeld 9 Jahre bevor der Informatiker Achim Held das Gerücht in die Welt setzte, dass die Stadt gar nicht existiert. Dieses Gerücht, genannt die Bielefeld-Verschwörung hat dafür gesorgt, dass inzwischen fast alle Personen in Deutschland Bielefeld kennen oder zumindest schon mal von der ostwestfälischen Metropole gehört haben. Und für den Fall, dass alle Stricke reißen, dann gibt’s ja noch Casper, Ingolf Lück und Oliver Welke, Bethel oder die fußballspielende Arminia von der Alm.

Als Mitte Zwanzige kann es aber tatsächlich vorkommen, dass frau sich wünscht mal etwas Neues kennenzulernen und als ich dann meinen B.A. in fast der doppelten Regelstudienzeit abgeschlossen hatte, war ich bereit für die Großstadt.

Ich landete vor 7 Jahren aber nicht im hippen Berlin, sondern im chaotischem Köln. Eine Stadt die ich liebe, weil sie einen Dorfcharakter hat und es trotzdem ständig Neues zu entdecken gibt. Und der Karneval ist auch ganz nett. Der Effzeh und vor allem seine Spieler auch. Der Express ist irgendwie auch ganz cool. Der Dom ist sehr besonders, der Rhein ist auch ganz schön, die Leute sind meist freundlich, die Männer auf der Straße sehen gut aus… and the List goes on and on.

 

Neben Musik und dem Love-Business schreibe ich hier auch über meine Erfahrungen mit der strangen Krankheit MS.

 

Ich bekam die Diagnose letztes Jahr und als die Ärzte mir die Nachricht übergaben, war es eine Erlösung endlich zu wissen, dass ich mich auf meine Selbstdiagnose, ganz ohne Medizinstudium (allerdings mit etwas Hilfe von Dr. Google), verlassen konnte.

Wahrscheinlich lag es aber auch einfach daran, dass meine Symptome, Gleichgewichtsschwirigkeiten, Gang- und Blasenstörung doch sehr aufschlussreich waren.

In abgeschwächter Form sind mir diese tatsächlich schon relativ lange bekannt. Als Kind hatte ich bereits den etwas anderen Gleichgewichtssinn und musste deshalb, bevor ich eingeschult wurde, zur Krankengymnastik, um zu lernen auf dem rechten Bein zu hüpfen. Dass ich also keine Prima Ballerina oder Seiltänzerin werde, war mir sehr früh klar.

Und das Blasen-Symptom… das kennen doch viele Frauen, vor allem die, die viel Kaffee und Wasser trinken. Die Gangataxie, wie mein schiefer Gang in meiner schriftlichen Diagnose definiert wird, ist das Symptom, an dessen Eliminierung ich am härtesten arbeite, weil ich weiß, dass nur üben, üben, üben hilft.

Diesen „Über mich“ Bericht beende ich hiermit – denn, ich glaube, dass Selbstreflektion aus der Situationen heraus viel authentischer ist und darum gehts mir ja auch – Peace out!