Chillax, viel mehr geht eh nicht

I ❤️ die Musik vom belgischen Produzenten Poldoore, den ich vor längerer Zeit mal über meine Lieblingsapp Shazam kennengelernt habe.

Seine anderen Songs sind ebenfalls echt super und ich kann kaum glauben, dass dieser, wie ich finde wunderschöne Track ernsthaft bisher nicht mal 3000 Starts auf YouTube hatte. Like seriously?!

Deshalb ein Aufruf an dich, wenn du gerne Musik hörst, dann ist jetzt die Zeit deine Lieblingskünstler (vor allem, die, die unbekannter sind) zu unterstützen in dem du ihre Songs in Endlosschleife streamst oder ihre Alben digital auf CD oder Platte kaufst. Danke 😘

What a Time – Staying Home Alone in Quarantine

 

Wahrscheinlich sitzen wir alle in einem Boot.

Ich mache das Gleiche wie immer. Musik hören, Musik machen und Texte schreiben. Alleine. Tja.

Mein kleiner Tinderausflug hat nämlich nur dazu geführt, dass ich in einigen Entscheidungen meiner Vergangenheit rumgekramt hab. Zum Glück ist dabei wenigstens was mehr oder weniger Kreatives entstanden. Vielleicht war es auch nur um Dinge aufzuarbeiten und um Sampling zu üben. Tja. Whatever, irgendwie. Better luck next time.

 

Marshas und Matzes Mixtape is off

Der Podcast ist schon seit einigen Monaten offline. Anscheinend haben wir alles gesagt… da wir aber niemals alles gespielt haben, legen wir natürlich weiterhin Musik auf, nur nicht mehr gemeinsam. Matze spielt seine Favs in den Kölner Bars De_lite und Scheinbar. Meine Favs sind alle hier und die ersten eigenen Projekte sind auf dem Weg.

Und weil ich nicht weiß was ich sonst so sagen soll, lasse ich den Track und seine Lyrics für sich sprechen. Stay safe, xoxo

 

 

The most amazing voice 🥰

 

Seeing Gregory Porter and his band play yesterday was an incredible experience. My body was shaking, goosebumps everywhere, every cell full of love and awe for the music.

I’ve always loved music and going to concerts, but my admiration really started soaring to another level, since I’m learning to make music on my computer with the help of Logic Pro X. To hear and to see someone who has mastered his or her musical craft is just one of my greatest pleasures. It’s my goal that one day, real people with real instruments play songs I made on my laptop. Going back to work on that right now. Peace & love 💃🏽

 

 

Maybe take a selfie

Es ist also passiert. Meine (ungewollte) Serie der Enthaltsamkeit ist um. Girl, is back in the game 😋

Es ist schön. Genieß mal, sagt der Pleasure Part of the Brain. Let go, relax. Listen to music. Eat a cookie, have a drink. Maybe take a selfie. Dance. You can dance, sagt er. It’s X-Mas after all.

 

Ich glaube mein Gott ist dope!

Stell dir vor du gehst aus deiner Haustür und immer ist etwas los.
Mythen, Melodien & Meinungen.
Gelächter, Geschrei, Gesänge.
Das volle Programm. Real Life und so.
Ich wohne echt gerne hier.

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Alle paar Monate lerne ich hier Menschen kennen, die ich vorher noch nie gesehen habe. Es sind immer Männer.
Was hast du, wollen sie wissen*

* Bisher hat nur einer nicht gefragt und dem habe ich bei zwei Schlückchen Rotwein einfach alles erzählt. Ganz ohne logische Gründe hatte ich Lust empfunden das alte Spiel umzudrehen. Angeheitert hatte Ich mich sehr klug und witzig gefühlt, denn in meiner Zeit als PR Tante hatte ich schließlich gelernt, dass m/f/m in der Offensive die Story besser lenken kann. Anscheinend war mir wichtig diesem fremden Menschen in einer abgespeckten Version alles über mich und meine Nerven zu erzählen, um den immer gleichen Fragen zu entfliehen. Der Typ stellte tatsächlich keine Fragen. Saß einfach nur seelenruhig rauchend da, während er mein Date crashte und alles durcheinanderbrachte.
Egal. Andere Story.
Jetzt soll es aber um die interessante (und ganz ohne Schwärmereien)  Begegnung mit Mr. Jack, dem selbsternannten Heiler 😇 gehen.

Ich will zwar nur einen Brief einwerfen, aber ich trage trotzdem mein YouTube Perfect Make-Up Routine Make-Up, da ich irgendwann entschieden hatte, dass ich mich wenigstens wohlfühlen will, wenn schon alle immer gucken. An guten Tagen meditiere ich sogar, um die Spannung aus den Muskeln, Nerven und vor allem aus dem Kopf zu nehmen.
Ich bin also immer gut vorbereitet, wenn ich meine Straße der Überraschungen betrete.

Keine drei Schritte aus der Haustür, steht auf einmal ein Mann neben mir und sagt, Gott will nicht, dass du so gehst. Ich sehe dich normal laufen. Dann erst fragt er das obligatorische, was hast du? Danach sagt er etwas Unerwartetes, ich werde dich heilen, du sollst nicht so durchs Leben gehen. Du glaubst doch an Gott oder?
Ich lächele, nicke und sage mit leiser Stimme sowas wie, ja, ok, danke.

Er stellt sich als Jack vor.
Darf ich dir meine Nummer geben?
Ok. Ich sage nicht, dass ich mein Handy dabeihabe.
Stütze mich einfach verwundert auf meinen Gehhilfen ab und schaue in die Augen des Mannes, ohne zu verstehen was das alles zu bedeuten hat.

Jack geht in den nächstbesten Laden, ein Reisebüro um sich Papier und Stift zu besorgen.
Ich stehe mit meinen Gehhilfen begeistert und gleichzeitig auch verwundert auf dem Weg. Drinnen sitzt Jack als wäre er ein Kunde, der eine Reise buchen will vor der Mitarbeiterin und schreibt etwas auf einen blauen Zettel.

Er kommt wieder raus und gibt mir den blauen Zettel.
Meld dich, wenn ich für dich beten soll.
Ok, danke.
Wir verabschieden uns.
Er lächelt.
Und denk dran, Gott ist immer bei dir.

Den kurzen Weg bis zum Briefkasten lache ich in mich hinein, als ob ich gerade den Witz des Jahrhunderts gehört hätte.

Dann spüre ich den Moment der Erleuchtung.
Ich habe es geschafft! Fremde Menschen sagen mir, dass sie sehen wie ich wieder ganz normal laufe. Es fühlt sich echt toll an, wenn m/f/m nicht die einzige Person ist, die an etwas glaubt. Highfive to the Universe!

Ich erzähle BFF von dem Encounter. Sie stimmt mir zu, dass ich mich melden sollte.
Das mache ich auch. Daraufhin fragt er wie alt ich bin und was ich am Wochenende mache. Ich frage warum er das wissen will und hole dann mal wieder meinen stillen Bekannten, den ich ja (nicht) date aus meinem Ärmel.
Lowfive to myself!
Bis mir einfällt, dass ich ja nur so halb unehrlich war. Mein Podcast-Co-Host und guter Freund Matze, den ich zwar nicht date, aber einmal in der Woche treffe, regte sich nämlich wirklich auf. Er hatte schon einmal miterlebt, wie ich auf der Straße angesprochen wurde und fand das alles sehr eigenartig.

Haste ihm wieder deine Nummer gegeben?
Ja, er war nett.
Boah, Marsha und dann beschwerst du dich, dass er dir die ganze Zeit schreibt? Check mal einer die Frauen.

Jack hat cool auf meinen „Bekannten“ reagiert. Es sei seine Berufung zu heilen.
Als Mann von Gott hat er wahrscheinlich eh kein Interesse an mir.

In der Zwischenzeit kann ich jeden Tag besser laufen. Das kann viele Gründe haben. Aber einer ist vielleicht dieser Mann, der mir alle paar Tage schreibt, dass Gott bei mir ist.

Entspannt schicke ich ihm erneut ein Amen (mit ❤), das bei Matze nachdenkliches Kopfschütteln auslöst.

Vielleicht brauchen wir einfach alle mehr ❤ im Leben.

Den Song, bzw. das Konzert habe ich ausgesucht, weil Damian Marleys Songs für mich sehr mindful klingen. Außerdem trägt eine seiner Backgroundsängerinnen ein Shirt mit der Aufschrft, God is Dope. Das gefällt mir, denn m/f/m kann es verstehen wie frau möchte. Vielleicht ist Gott ja auch die ❤ und wir sollten alle nach diesem Gefühl süchtig werden.
Vielleicht wäre die Welt dann ein besserer Ort. Who knows?

 

Throwback to the fullest

Ich hatte mir gerade meine Lieblingsjoggingsanzughose angezogen, als BFF mich dazu aufforderte den Chatverlauf mit einem Mann, der zwei Tickets für das ausverkaufte Konzert hatte, zu checken. Der Mann fragte nach einem sogenannten Vertrauensvorschuss per Paypal, auf den wir nicht eingingen.

2 Stunden später saßen wir dank BFFs charmanten Verhandlungsgeschicks auf den einzigen Sitzplätzen, die der große Raum anzubieten hatte und stießen mit ausversehen reingeschmuggelten Jägermeisterfläschchen an.

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Vieles verändert sich ja im Laufe des Lebens.

Die Art wie wir uns ausdrücken durch die Sprache; die Musik, die Outfits, die Make-Up-Routines, die wir lieben. Das mit den Männerchoices, wie m/f/m zu Kindern steht, die Stadt in der frau wohnt und so…  

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Manches bleibt tatsächlich ähnlich.

 

Die Songs der späten Nineties und frühen Noughties haben auch heute noch ihren unverwechselbaren Vibe, der in mir immer das Bedürfnis nach mehr erweckt. Wir sind im Throwback-Mood und lachen über die Party Zeit von damals. Jeder Satz beginnt mit den Worten „Weißt du noch?“ Selbst die Moderation des Comedy Rebell führt uns in vergangene Zeiten, in denen es noch keine Whatsapp Nachrichten mit zwei blauen Häkchen gab. Weißt du noch als wir noch so gar keinen Plan von ewiger Erreichbarkeit, Online-Sucht und Influencer-Karrieren hatten? Damals hießen Fuckboys noch ganz einfach Arschloch oder Dicke-Eier-Typ.

Früher, da tranken wir gerne Wodka Bulls, die wir uns von den netten Jungs ausgeben ließen und mit der Gruppe teilten. Gekleidet oftmals in engen Hosen und engen Tops, tanzten wir in einem Kreis in der Ecke der HipHop Disko. Da sagte man noch Disko. Dort ging fast immer eine Zigarette mit unterschiedlichsten Inhalten umher. Wir haben alles geteilt und konnten mit 10 bis 20 Euro die lustigsten, längsten und seltsamsten Partynächte feiern.

Heute nippen wir an unseren Gin Tonics, im Portemonnaie sind 50er und ein Not-100-Euro-Schein, man kann ja nie wissen. Die Neumütter und Schwangeren aus der alten Crew wünschen sich für ihre Kinder, dass sie etwas weniger feierwütig und weniger experimentierfreudig werden. Heute brauchen wir für Make-Up und Outfit länger als für das Killen der obligatorischen Vortrink Wodkaflasche.

Auf der Bühne zieht sich der Sänger aus. BFF schreit mir entgegen, dass ihr Kopfkino aus der Bahn geraten ist und nicht mehr mit ihren christlichen Werten vereinbar ist. Ich applaudiere so laut ich kann, keine Ahnung wem genau.

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